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Innovationstag

Innovationen sind eine Investition in die Zukunft


Berlin/Schmalkalden (jd) Als Höhepunkt der Roadshow des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie  präsentierte der 23. Innovationstag Mittelstand des BMWi am 02. Juni 2016 zum Leitthema: "Von der Idee zum Markterfolg - Innovationsprogramme für den Mittelstand" die Ideenvielfalt und Tatkraft kleiner und mittlerer Unternehmen der Öffentlichkeit. Über 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentierten den rund 1.700 Besuchern neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, die sie mit Unterstützung des BMWi realisiert haben.

Bundesminister Sigmar Gabriel hat den Innovationstag Mittelstand 2016 des Bundeswirtschaftsministeriums eröffnet. Der Bundesminister betonte, dass die im Rahmen des Innovationstages präsentierten Projekte Paradebeispiele für unseren Mittelstand seien, der weltweit für seine Innovationen, Qualität und Kundenorientierung bewundert wird. Gerade für viele mittelständische Unternehmen bilden passgenauen Förderprogramme eine wichtige Unterstützung auf ihrem Weg zur Innovation. Denn Innovationen sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Die Veranstaltung bot Ausstellern und Besuchern "im Grünen" auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow Gelegenheit, sich zu den Programmen der Innovationsförderung des BMWi aus erster Hand zu informieren, Kontakte zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu knüpfen und mit Vertretern von Politik und Regierung ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt des Innovationstages Mittelstand standen die im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) und der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) geförderten Projekte und Netzwerke.

Aus der Technologie- und Gründer-Fördergesellschaft  (TGF) Schmalkalden/Dermbach GmbH präsentierte das ZIM-Netzwerk „SmartTec“ - Entwicklung und Umsetzung von Methoden sowie Technologien und intelligente Funktionswerkstoffe für Smart Factory Lösungen zwei Innovationen, deren Entwicklung überwiegend mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) finanziell unterstützt wurde.

Präsentiert wurden erste Arbeitsergebnisse aus dem ZIM FuE-Projektvorhaben zur Entwicklung eines energieautarken Schließsystems, welches vorwiegend für den Einsatz in Schließfächern vorgesehen ist. In dem ZIM FuE-Projektvorhaben arbeiten die Hochschule Schmalkalden, Prof. Dr. Silvio Bachmann und Christoph Menz, M.Sc. sowie der Unternehmenspartner, Werner Heß & Sebastian Heß GbR aus Fambach eng zusammen. Das Entwicklerteam möchte im Gegensatz zu bisherigen elektronischen Schließsystemen das zu entwickelnde System energieautark, d.h.  ohne weitere Energiequellen wie Batterien oder externe Stromversorgung einsetzbar gestalten. Es wird dadurch eine Minimierung der Wartungsintervalle angerstrebt. Die zur Authentifikation und Betätigung des Schließmechanismus notwendige Energie soll durch den Benutzer bereitgestellt werden. Hierfür sind Möglichkeiten aus dem Bereich des „Energy  Harvesting“  zu erproben und in Verbindung mit einem energieeffizienten Design zu implementieren.

Im Rahmen des ZIM FuE Projektvorhaben „Sensoblade“ wurden funktionalisierte Verbundwerkstoffe sowie Materialsimulation für ein neuartiges Rotorblatt in Leichtbaustruktur zur Steigerung der Energieeffizienz entwickelt und präsentiert. Gemeinsam mit dem Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e. V. (TITK, Rudolstadt); Dr.-Ing. Christian Döbel und den Unternehmen, Richter Feinwerktechnik GmbH (Schönbrunn i. Steigerwald), Helmut Richter sowie CE-Lab GmbH (Ilmenau) Dr.-Ing. Michael Nass wurden Funktionsfasern für eine Online-Verschleißerkennung entwickelt und in Rotorblätter erfolgreich integriert. Damit soll auf den Systemzustand, und damit verbunden, die Notwendigkeit einer Wartung geschlossen werden. Für Hersteller von Kleinen Windkraftanlagen (KWA) soll es mit Hilfe einer solchen Sensorik möglich werden, die Anzahl teurer Überprüfungen und damit der Betriebskosten am Beispiel des Rotorblatts auf ein Minimum zu reduzieren. Die Parameteridentifikation ergab eine grundsätzliche Korrelation zwischen Verschleißzustand und der mechanischen Anregung des Rotorblatts, also dem Signal der Piezofaser. Der direkt im Schwerpunkt des Materials gemessene Körperschall ist bei gleichartiger Anregung in der Theorie im Wesentlichen abhängig vom Verschleißzustand des Materials. Die Schwierigkeit bestand allerdings darin, geeignete Merkmale im Signal zu finden, die eine qualitative und quantitative Gut-Schlecht-Erkennung ermöglichen. Dabei können sowohl Merkmale aus dem Frequenz- als auch dem Zeitsignal in Frage kommen. Im präsentierten ZIM FuE Projektvorhaben „Sensoblade“ sind mit Unterstützung durch das branchenoffene Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) für die Projektpartner die Grundlagen für weitere Arbeiten gelegt worden. Die wesentlichen Wirkzusammenhänge wurden untersucht und validiert. Im Weiteren werden die Fertigungs- sowie die Messtechnologie weiter verfeinert, um die Informationsdichten bei stark sinkenden Fertigungskosten deutlich zu steigern.  Außerdem werden die Funktionsfasern in der nächsten Generation von Funktionsmustern weitere Informationen auch außerhalb des alltäglichen Betriebs erheben. Neben dem Einsatz in Rotorblättern sollen die Ergebnisse des ZIM FuE Projekts auf andere Verbundwerkstoffe möglichst übertragen werden, um signifikante Marktvorteile für Entwicklungspartner zu generieren.

Diese Beispiele einer erfolgreicher Netzwerkarbeit unter dem Motto: "Von der Idee zum Markterfolg“ aus den ZIM Netzwerken „SmartTec“ und „FiVe-Net“  verdeutlichen eindrucksvoll, dass für mittelständische Unternehmen und Institute sowie Hochschulen, die passgenauen Förderprogramme eine wichtige Unterstützung auf ihrem Weg zur Innovation darstellen. Zum Innovationstag Mittelstand des BMWi in Berlin wurden Ideenvielfalt und Innovationskraft aus dem TGF Schmalkalden als Träger der ZIM Netzwerke „SmartTec“ und „FiVe-Net“ präsentiert, so Roswitha Lincke, Geschäftsführerin.  Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, für Mittelstand und Tourismus, Iris Gleicke, sowie Mark Hauptmann, MdB und Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, Unterausschuss Regionale Wirtschaftspolitik und ERP-Wirtschaftspläne und Andreas Schwarz, MdB für die Regionen Bamberg, Forchheim und Coburg sowie weitere zahlreiche Besucher und Gäste konnten sich überzeugen, dass Innovationen eine sichere Investitionen in die Zukunft unseres Landes darstellen.